Dieser Eintrag ist für mein Patenkind Nick … hier gibts Murmeltiere!
Tag: 16 … der Tag danach und auf nach Greifenburg / Berg
5:30 Uhr wachte ich auf. Erstaunlich fit. Am Tag zuvor waren es 1.718 Höhenmeter im Aufstieg gewesen… und dann waren da noch die Schnäpse.
Ich startete kurz nach acht, der Rest der Hütte war schon unterwegs. Bruno gab mir noch einige Tipps – den besten Apfelstrudel in Osttirol und eine Pension / Restaurant für den Abend.
Durch das Hochmoor ging es vorwärts, und vor allem aufwärts.


Puh, es waren ja echt nicht viele Höhenmeter… aber der späte Abend machte mir echt zu schaffen.
Es war teilweise auch wirklich nicht einfach in dem Gelände die Markierungen zu finden.
Schließlich war ich oben am Lackentörl.




Weiter ging es über blockiges Gelände Richtung Emberger Alm.



Ich lief weiter Richtung Emberger Alm, um dort den Apfelstrudel zu essen.





Und den Apfelstrudel bekam ich dann auch. LECKER!

Ich reservierte ein Zimmer im Hassler, und entschied mich mit dem Bus nach unten zu fahren, langweilige Höhenmeter und außerdem regnete es.
In der Pension machte ich erstmal eine Siesta, heute war ich ja schon gegen 16 Uhr am Ziel.
So, und jetzt bin ich beim Abendessen und schreibe mein Blog.
… und werde mir überlegen, wie es die nächsten Tage weitergeht…
Tag 15: Feldnerhütte
Mit etwas Verspätung … aber in der Kruezeckgruppe gab es im Hüttenbereich kein Handynetz.
In der Früh startete ich mit Nora Richtung Feldnerhütte. Da Noras Handy kapuut war, und die Route sehr wenig begangen ist (bis zur Hütte trafen wir 3 Personen) gingen wir den Weg gemeinsam.
Der Weg startete erstmal mit einer laaangen Asphaltstraße, auf der Schattseite.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter Richtung Staller Wölla.


Die Landschaft war irgendwie surreal, hat sich sehr wie Schottland angefühlt, und der Stalla Wölla sah dann irgendwie aus wie eine Modelleisenbahnlandschaft.



Weiter ging es über eine Brücke, bzw. besser gesagt dann durch den Fluß.

Die Landschaft wurde immer schottischer, und was fehlte da noch?





Schafe!
EIn letzter Anstieg hoch zum Glenktörl.



Den Aufstieg zur Kreuzspitze ließen wir aus, es fing leicht zu tröpfeln an, und der Anstieg war eh sehr lang.
Auf der anderen Seite bot sich ein gigantischer Ausblick …

… und wir liefen weiter zu Hütte.
An der Hütte wurden wir mit einem Blick auf den Trigalv am Horizont belohnt, der pure Wahnsinn!



Zum Abendessen gab es Rinderrolladen mit Kartoffelpüree, und ich half dem Hüttenwirt Bruno mit der Soße.
Insgesamt war es ein recht lustiger Abend, wir waren insgesamt zu acht: Ein Pärchen, Mandy aus Chemnitz, die auch nach Triest unterwegs war, drei Damen aus München, die den Höhenweg gingen, Nora und ich. Ein Teil der Gruppe spielte Trivial Pursuit – und ich hatte wirklich geradezu unverschämtes Würfelglück, so dass unsere Gruppe (ich war mit der Frau des Pärchens in einer Gruppe) gewann.
In der Hütte gingen alle um 21:30 ins Bett. Nur zwei unbeugsame…
Der Hüttenwirt Bruno (Bruno, vielen Dank für die tolles Tips!) und ich unterhielten uns über Gott und die Welt… bis 0:00 Uhr. Und Bruno schenkte Wein nach, und dann Schnaps nach, und dann Schnaps nach, und dann Schnaps nach…
Insegesamt
Tag 14: Stall – Ruhetag
Die Sonne scheint herrlich, und da fällt es mir wirklich schwer… aber ich habe hier in der Pension verlängert, und werde erst morgen weiterlaufen.
Mein Körper hat sich einen Tag Pause verdient.
Tag 13: über den Sadnig (Brad Pitt Peak) nach Stall
So, mit etwas Verspätung… aber gestern Abend war ich einfach zu platt.
Gestern früh begrüßte mich der Tag mit strahlend blauem Himmel. Am Abend zuvor hatte ich wirlich lange überlegt: Direkt nach Stall absteigen, oder doch noch die LAAAANGE Tour über den Sadnig machen? Die Tour war mit 8:30 Stunden angegeben – 1.050 Höhenmeter hoch, aber dann 1.990m nach unten… das würde auf die Knie gehen. Oder über den kleinen Sadnig? Das klang auch interessant, aber die 2er Kletterei wollte ich alleine nicht machen.
Ach was solls, dachte ich mir, die lange Tour wird schon gehen.
Und ich wurde mit unglaublich schönen Ausblicken belohnt.





Erst ging es durch ein langes Tal nach oben. Ich blickte immer wieder aufs Handy – seit gestern Nachmittag hatte ich kein Netz mehr, und ich wollte nicht, das sich mein Basecamp Sorgen macht. Schließlich konnte ich kurz telefonieren und Bescheid geben, dass alles in Ordung ist.
Oben am Sattel hatte ich dann einen prächtigen Ausblick auf den Großglockner.

Weiter ging es über blockiges Gelände hoch auf den Sadnig. Dieses Gebiet hat auch den Spitznahmen Brad Pitt Peak da hier einige Szenen für den Film Sieben Jahre in Tibet gedreht wurden.


Der Ausblick am Gipfel war geradezu unglaublich!






Aber schließlich stand der Abstieg an, und rund 2000 Höhenmeter im Abstieg lagen vor mir.




Die Landschaft wurde richtig rötlich, und ein Schaf verliebte sich in mich. Oder zumindest in das Salz an meinen Beinen.






Weiter ging es im Abstieg, und ich trag Nora wieder – und wir stiegen den Rest gemeinsam ab. Grundsätzlich konnte man entweder die Forststraße in schier endlosen Kehren laufen – laut Wanderführer gab es aber Abkürzungen, die aber – kurz gesagt – a rechter Schreißdreck waren.
Es ging über Holzstämme, Äste, Stacheldraht und an einem Elektrozaun holte ich mir einen kleinen Stromschlag.

So liefen wir dann doch die Asphaltstrße hinunter – und gönnten uns noch ein Bier in der Abendsonne.

Super Tag!
Tag 12: Fraganter Schutzhaus
Die letzte Nacht war die erste Übernachtung im Lager… war ok.
Kurz nach acht brach ich auf zur Fraganter Scharte. Auf dem Weg holte ich zwei Bergsteiger ein, die ich gestern schon auf der Hütte gesehen hatte. Da wir uns sehr nett unterhielten, gingen wir gemeinsam hoch zur Fraganter Scharte. Irgendwann fragte ich die beiden achc Ihren Namen: Gustl und Franz. Da sagte Gutsl: Echt jetzt? Ich dachte Du heißt Hans, ich sag seit zwei Tagen Hans zu Dir, warum sagst den nix?
Das ganze im Kärnter Dialekt. Ich hab mich totgelacht.
Der starke Föhnwind von gestern Abend hatte nachgelassen, und an der Fraganter Scharte – mit 2.754m der höchste Punkt der Tour – war es wirklich herrlich.



Von nun also ging es also abwärts.
Hans, eh Franz verließ uns, der wollte noch nach Bergkristallen suchen. Gustl begleitete mich weiter, und wir haben uns wirklich toll unterhalten.
Die Landschaft wurde nun wirklich furchtbar, komplett verbaut – und vom Gletscher ist fast nichts mehr übrig.


Am Weißseehaus sind wir noch Mittagessen gewesen – und danach ging ich alleine weiter, da Gustl absteigen wollte.
Und dann war ich die nächsten Stunden wirklich alleine unterwegs – ich traf bis zur Fraganter Hütte rund vier Stunden lang niemanden.
Vorbei an herrlichen Seen…


,,, ging es weiter.
Und nach einer kleinen Pause auf einer wundervollen Wiese …


… ging es hoch zum letzten Anstieg. Nur wo soll da der Weg durchgehen?


Dasist der Blick nach hinten, und wer gute Augen hat, der sieht den Weg – war nicht ganz ohne.

(nach hinten aufgenommen, hier bin ich langgelaufen…)
Oben begrüßte mich wieder die Sonne und dann begann der Abstieg zur Hütte.


Und natürlich habe ich wieder Kühe für Euch …



Direkt an der Hütte holte ich Nora wieder ein, und wir hatten erstmal ein Bier auf der Sonnenterasse.

Falls heute Fehler im Text sind: Hier gibts kein Handynetz, und die App spielt da nicht so ganz mit…
Transalp Weisheiten
So weit bin ich schon…
Tag 11: Schutzhaus Neubau – Nationalpark Hoher Tauern
Da die nächsten beide Tage konditionell sehr anspruchvoll werden, hatte ich mich heute früh entschieden, mit dem Bus durchs Tal zu fahren. Dann hatte ich nur gut 2 Stunden Aufstieg.
Es war richtige Föhnsturm – und ich hab noch immer Kopfschmerzen….
Der Ausblick war unheimlich toll.







Hier habe ich auch Nora kennengelernt, die auch auf dem Weg nach Triest ist.
Morgen geht es dann über die Fraganter Scharte auf die Fraganter Schutzhütte. Die Scharte ist der höchste Punkt der Tour – 2.754m. Laut Hüttenwirt ist der Weg quasi schneefrei und ohne Probleme begehbar.


