Tag 25: Am Ziel, ja wirklich! In Triest

Nach 25 Tagen habe ich es geschafft… Am Münchner Marienplatz ging es los. Die Stationen waren:

  • Münchner Marienplatz
  • Aying
  • Großkarolinenfeld
  • Raubling
  • Kufstein
  • Stripsenjochhütte
  • St. Johann in Tirol
  • Hochfilzen
  • Zell am See
  • Rauris
  • Schutzhaus Neubau
  • Fraganter Hütte
  • Stall
  • Feldnerhütte
  • Hermagor
  • Malborghetto
  • Pontebba
  • Carnia
  • Tarcento
  • Cividale del Friuli
  • Cormons
  • Duino
  • Triest

Und ich scheine alles richtig in Erinnerung gehabt zu haben – 25 Tage, 23 Stationen – in zwei Orten war ich zwei Nächte.

Erstmal noch einen Nachtrag zu gestern: Ziemlich kurz vor Duino lernte ich Miriam und Stefan kennen, die beide auf dem Alpe Adria Weg unterwegs sind. Wir sind dann die letzten Kilometer zusammen gewandert, und auch gemeinsam ins Meer gegangen. Wundervoll, das Gefühl zum Mittelmeer gelaufen zu sein, und sich dann abzukühlen. Unbezahlbar. Wir haben dann an der Strandpromenade noch gemeinsam ein Bier getrunken.

An dieser Stelle die besten Wünsche für Eure letzen drei Etappen!

Heute früh hatten wir uns dann zufällig wieder getroffen, aber die beiden wollten sich noch das Schloß ansehen , und ich wollte weiter nach Triest.

Ich lief den Rilke Weg entlang, den ich wirklich sehr inspirierend fand.

Es ging weiter, immer an der Küste entlang in einer Mischung aus Landstraße, Schotterweg und Bergsteig.

Unterwegs gab es auch einen Blick auf Schloß Miramar (ursprünglich hatte ich dieses Mal als Ziel festgelegt, aber wieder verworfen.)

Begleitet wurde ich von

Triest kam immer näher….

Und schließlich… das Ortsschild von Triest!

Ein unglaubliches Gefühl anzukommen! Danke.

Tag 24: Wahnsinn, ich bin am Mittelmeer – Duino

Ich kann Euch dieses Gefühl heute nicht beschreiben…. Ich war im Mittelmeer schwimmen, und das Wasser war … perfekt… die Sonne. In der eigenen Heimatstadt zu starten, und bis zum Mittelmeer zu laufen – ich realisiere es selbst noch nicht wirklich. Ich habe gerade ein sehr gutes Abendessen – und sonst möchte ich mit Euch heute nur Bilder teilen, muss mich selbst erstmal sortieren.

Tag 23: Cormons

Schön und traurig zu gleich, das Ziel des Mittelmeers kommt immer näher. Heute bin ich in Cormons, nettes Städtchen mitten im Weingebiet. Und so bin ich heute den ganzen Tag durch Felder von Reben gewandert, die Alpen im Rücken. Auf der einen Seite freue ich mich auf das Ziel (manchmal wache ich nachts auf, und habe keine Ahnung wo ich bin…) aber irgendwie…. irgendwie auch schade anzukommen… der ein oder andere von Euch kann das sicher nachvolziehen… Heute war auf jeden Fall super Wetter, eine sehr, sehr schöne Tour.

Tag 22: Cividale del Friuli

Die Berge hatte ich hinter mir gelassen und heute ging es über Nebenstraßen und Schotterwege nach Cividale del Friuli.

Wie man sieht, waren die Wege sehr unterschiedlich, und ich musste mich nur einmal durchs Gehölz arbeiten. Am Wegesrand waren immer wieder tolle alte Villen.

Ich lief die knapp 30 km in weniger als sechs Stunden, und so konnte ich noch eine Siesta machen bevor ich mir die wirkliche schöne Stadt ansah.

Und typisch Italien: man läuft um die Ecke und plötzlich bebt das Leben!

Tolle kleine Geschäfte…

Tag 21: WOW – ich sehe das Mittelmeer!

Heute früh fuhr ich 20 Minuten mit dem Bus nach Süden, nach Gemano del Friuli. Sonst hätte ich an der Bundesstraße langlaufen müssen und das wollte ich nicht. Mein Plan, war es, im Bus eine Fahrkarte zu kaufen. Naja, der Busfahrer sprach nur italienisch, und machte mir verständlich, dass ich an der Hintertür einsteigen müsse und es bei ihm keine Fahrkarten gibt.

Naja, ich hatte es dann tatsächlich übers Internet hinbekommen, eine Fahrkarte zu kaufen (mir erzählte aber später ein Italiener, dass es wegen Corona seit einem Jahr keine Kontrollen gibt, und den Busfahrern das eh völlig egal sei…).

In Gemano lief ich erstmal 20 Minuten ins Stadtzentrum. Naja, muss man nicht hin.

Ich wollte auf den Monte Cuarnan steigen, da ich die Theorie hatte, im Norden die Alpen zu sehen, und im Süden das Flachland. Doch es wurde noch viel mehr.

Ich ging – wieder mal – einen abenteuerlichen Weg und arbeitete mich nach oben.

Wegen Corona war die Biwakh

Ich kam um die Ecke auf den Sattel und konnte bis zum Horizont nach Süden blicken.

Doch moment mal, was schimmert da zum Teil am Horizont? Ist das das Mittelmeer??????

Da ich mir noch immer unsicher war. fragte ich einen Italiener. Seine Antwort: Ja, da drüben siehst Du Triest, imd rechts Venedig, geradezu Grado.

Unglaublich, damit hatte ich gar nicht gerechnet, und das Gefühl, dieser Moment – unbeschreiblich. Ich kann Euch das leider nicht weitergeben, das muss man selbst erlebt haben.

Ich blieb recht lang, und unterhielt mich mit dem Italiener. Der Paraglider hier auf dem nächsten Foto, der war einer der ersten fünf Paraglider Italiens.

Ich stieg auf zum Gipfel und wurde wirklich belohnt.

Aber irgendwann, muss man leider auch wieder runter…

Der Weg war teilweise durchaus anspruchsvoll, aber schließlich kam ich im Ort an, und musste hier an meine Katzen denken… So relaxt.

Tag 19: von Malborghetto nach Pontebba

Heute früh steckte mir der gestrige Tag dann doch in den Knochen. Die letzten beiden Tage waren ja recht lang gewesen. Der Wetterbericht war für heute ziemlich regnerisch – und da ich ein super tolles („Familien“) Zimmer hatte, wollte ich noch eine weitere Nacht bleiben. Nur leider war nichts frei in dem Hotel. Man empfahl mir ein anderes Hotel im Ort, aber ich dachte mir: Naja, wenn ich schon menen Rucksack wieder packen muss, dann kann ich auch noch ein paar Kilometer laufen. Und so lief ich entlang eines alten Pilgerweges / Radlweges Richtung Pontebba, und wollte mal sehen wie weit ich komme.

Der Himmel wurde immer dunkler, und langsam fing es an zu tröpfeln. Ich hatte mit meinem Spezl Martl telefoniert, und der war vor ein paar Tagen in Pontebba in einer Pizzeria und übernachtete auch dort auf seiner Radtransalp. Ich steuerte also dieses Ziel an, um dann beim Mittagessen das nächste Ziel zu bestimmen.

Beim Mittagessen nahm mir der Himmel die Entscheidung ab: es fing an zu regnen, nein zu schütten.

Beim Mittagessen unterhielt ich mich sehr nett mit einem Italiener. Wir hatten etwas Sprachschwierigkeiten – sein Englisch war so gut wie mein Italienisch, aber mit einer Beimischung von Spanisch hatten wir ein nettes Gespräch. Danke noch für den Espresso!

Die Berge verschwanden im Regen… ich fragte also, ob noch ein Zimmer frei wäre – und schlief sofort ein… Offensichtlich brauchte mein Körper eine Pause.

Zum Abendessen gab es dann eine Pizza mit gemischten Salat – die Italiener haben das mit dem Essen einfach drauf…. Deutschland ist dagegen eine Wüste!

Hier zu unterbrechen war auch ganz offensichtlich die richtige Entscheidung.

Die nächsten Tage sieht es wieder besser aus – mal sehen wo ich morgen hinlaufe.