Tag 13: über den Sadnig (Brad Pitt Peak) nach Stall

So, mit etwas Verspätung… aber gestern Abend war ich einfach zu platt.

Gestern früh begrüßte mich der Tag mit strahlend blauem Himmel. Am Abend zuvor hatte ich wirlich lange überlegt: Direkt nach Stall absteigen, oder doch noch die LAAAANGE Tour über den Sadnig machen? Die Tour war mit 8:30 Stunden angegeben – 1.050 Höhenmeter hoch, aber dann 1.990m nach unten… das würde auf die Knie gehen. Oder über den kleinen Sadnig? Das klang auch interessant, aber die 2er Kletterei wollte ich alleine nicht machen.

Ach was solls, dachte ich mir, die lange Tour wird schon gehen.

Und ich wurde mit unglaublich schönen Ausblicken belohnt.

Erst ging es durch ein langes Tal nach oben. Ich blickte immer wieder aufs Handy – seit gestern Nachmittag hatte ich kein Netz mehr, und ich wollte nicht, das sich mein Basecamp Sorgen macht. Schließlich konnte ich kurz telefonieren und Bescheid geben, dass alles in Ordung ist.

Oben am Sattel hatte ich dann einen prächtigen Ausblick auf den Großglockner.

Weiter ging es über blockiges Gelände hoch auf den Sadnig. Dieses Gebiet hat auch den Spitznahmen Brad Pitt Peak da hier einige Szenen für den Film Sieben Jahre in Tibet gedreht wurden.

Der Ausblick am Gipfel war geradezu unglaublich!

Aber schließlich stand der Abstieg an, und rund 2000 Höhenmeter im Abstieg lagen vor mir.

Die Landschaft wurde richtig rötlich, und ein Schaf verliebte sich in mich. Oder zumindest in das Salz an meinen Beinen.

Weiter ging es im Abstieg, und ich trag Nora wieder – und wir stiegen den Rest gemeinsam ab. Grundsätzlich konnte man entweder die Forststraße in schier endlosen Kehren laufen – laut Wanderführer gab es aber Abkürzungen, die aber – kurz gesagt – a rechter Schreißdreck waren.

Es ging über Holzstämme, Äste, Stacheldraht und an einem Elektrozaun holte ich mir einen kleinen Stromschlag.

So liefen wir dann doch die Asphaltstrße hinunter – und gönnten uns noch ein Bier in der Abendsonne.

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